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Leben statt Zerstörung

Foto: Imago
Die Ökumenische Versammlung beschäftigt sich mit vielen Krisenphänomenen wie zum Beispiel der Eurokrise.

Leben statt Zerstörung

Von: Bruno Sonnen | 2. März 2014
Hochkarätige Referenten, die zentrale Zukunftsfragen der Menschheit beleuchten, Gottesdienst und Gebet, Kunst und Kultur: In Mainz steht eine große Ökumenische Versammlung vor der Tür.

Schmelzende Gletscher und sterbende Eisbären, versinkende Südseeinseln und immer mehr Klimaflüchtlinge, versagende Krisengipfel und neue Rekorde beim CO2-Ausstoß, Finanz-, Schulden- und Eurokrise, immer neue Kriegsschauplätze überall auf der Welt, Stress, Arbeitsverdichtung, prekäre Beschäftigung und Niedriglohn hierzulande.

"Unsere Art zu leben, ist nicht zukunftsfähig"

Die Liste der Krisenphänomene unserer Zeit ist lang und ließe sich beliebig verlängern. Und immer mehr Menschen haben das unbestimmte Gefühl: "So geht es nicht weiter. Unsere Art zu leben ist nicht zukunftsfähig." Die drohende Klimakatastrophe führt vielen final vor Augen: Unsere Art zu wirtschaften, ist nicht zukunftsfähig. "Diese Wirtschaft tötet", sagt Papst Franziskus, der Kapitalismus gegenwärtiger Prägung zerstört Mensch und Natur. Die Wachstumsideologie mit ihrem grenzenlosen Ressourcenverbrauch führt in die globale Katastrophe. In Mainz kommen demnächst Menschen zusammen, die sich mit all dem nicht abfinden wollen, die sich gegen ein dumpfes "Weiter so" stemmen und nach Alternativen suchen wollen. Es werden Christinnen und Christen aus verschiedenen Konfessionen sein. In der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt findet vom 30. April bis 4. Mai eine neue große Ökumenische Versammlung statt. Leitwort: "Leben statt Zerstörung – die Zukunft, die wir meinen."

Die Versammlung in Mainz ist eine neue Etappe im ökumenisch-konziliaren Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. "Unsere Suche gleicht einem Pilgerweg", heißt es im Aufruf zur Versammlung.

Der Gerechtigkeitverpflichtet

Und weiter: "Wir gehen ihn zusammen mit Menschen aus der ganzen Welt, die sich in der Verpflichtung auf Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung auf den Weg gemacht haben. Wir wollen festhalten an den Übereinstimmungen, die bereits in der weltumspannenden Gemeinschaft der Kirchen gewachsen sind. Dazu zählen die Vollversammlungen des Ökumenischen Rates von Vancouver 1983 bis Busan 2013, und die ökumenischen Versammlungen von Basel 1989 über Seoul 1990 bis zur Ökumenischen Friedenskonvokation 2011 in Kingston."

Information und Diskussion, Gottesdienst und Gebet, Kunst und Kultur stehen an den Tagen in Mainz auf dem Programm, und hochkarätige Referenten aus Kirche, Theologie und Ökonomie werden an Bord sein. Etwa der Befreiungstheologe Ulrich Duchrow, der gerade ein neues Buch mit dem Titel "Gieriges Geld" herausgegeben hat, oder der Politikwissenschaftler Christian Felber, der mit seinem Modell der "Gemeinwohl-Ökonomie" eine Alternative zu kapitalistischer Marktwirtschaft und zentralistischer Planwirtschaft entwickelt hat.

Wenn in Mainz die Ökumenische Versammlung stattfindet, steigen in Trier die Heilig-Rock-Tage, und es tagt die Vollversammlung der Bistumssynode. Die zeitliche Überschneidung ist ein bisschen schade. Aber nach Angaben von Dominic Kloos vom Ökumenischen Netz Rhein-Mosel-Saar, der in der Vorbereitungsgruppe der Versammlung mitarbeitet, ist auch eine Teilnahme an einzelnen Veranstaltungen in Mainz möglich.

  • Kontakt
    Ökumenische Versammlung 2014,
    Bonifaziusplatz 1,
    55118 Mainz,
    Telefon (0 61 31) 2 05 01 78 oder (01 63) 5 78 31 75,
    E-Mail buero@oev2014.de;
    Anmeldung unter www.oev2014.de

Bruno Sonnen weist auf die Ökumenische Versammlung in Mainz hin


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Im Blickpunkt

"Paulinus"-Leserreisen 2017

Aus gegebenem Anlass: Vom 9. bis 14. Oktober 2017 führt eine „Paulinus“- Leserreise auf den Spuren von Martin Luther unter anderem nach Wittenberg und Erfurt. Eine weitere Leserreise führt vom 4. bis 11. Oktober 2017 (Herbstferien Rheinland-Pfalz & Saarland) nach Griechenland – auf den Spuren des Apostel Paulus. Es sind noch Plätze frei!


Synode im Bistum Trier

Die Synode wurde am 29. Juni 2012 von Bischof Ackermann ausgerufen. Die Trierer Bistumssynode hat ihr Abschlussdokument „heraus gerufen – Schritte in die Zukunft wagen“ am 30. April 2016 verabschiedet.


Lebensberatung im Paulinus

An dieser Stelle beantworten regelmäßig Lebensberaterinnen und -berater aus den Einrichtungen des Bistums Trier Fragen zu verschiedenen „Problemfeldern“ des Lebens, zum Beispiel aus den Bereichen Erziehung, Ehe oder Familie. Wenn Sie zu einem Problem Beratung oder Antworten suchen, können Sie sich entweder an die „Paulinus“-Redaktion, Postfach 3130, 54221 Trier, oder direkt an die Lebensberatungsstellen im Bistum Trier wenden. Viele Paulinus-Beiträge aus der Praxis der Lebensberater finden Sie im Paulinus-Archiv/Lebensberatung.


Einfach Leben

Ein eigenes Haus, ein Auto, regelmäßiger Urlaub, Fernreisen, ein möglichst gut gefülltes Bankkonto. So sah lange Zeit der Traum vom Wohlstand aus. Doch immer mehr setzt sich heute die Erkenntnis durch: „Viel haben“ heißt noch nicht „gut leben“, und „weniger ist vielleicht mehr“. In Zusammenarbeit mit Barbara Schartz vom Themenschwerpunkt Schöpfung bei der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum beleuchten wir das Thema in einer lockeren Serie und stellen Menschen vor, die für Veränderung eintreten oder anders leben.



Video

  • Misereor-Hungertuch
    Der Film stellt den Künstler Chidi Kwubiri in seinem Lebens- und Arbeitsumfeld vor und zeigt die Entstehung des Hungertuchs „Ich bin, weil du bist“.
  • Passionsspiele Wintrich
    Die Proben laufen auf Hochtouren, am 11. März ist es soweit: Die Passionsspiele Wintrich feiern Premiere. (Video: Linda Bößing)
  • Jugendaktion Saarbrücken Workshop
    Milchshakes, Musik und Messfeier: Die bundesweite Jugendaktion „BASTA! Die Milch ist es wert!“ von Misereor und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend ist in Saarbrücken eröffnet worden.(Video: Dominik Holl).
  • Hungertuch nach Trier getragen
    60 Wallfahrerinnen und Wallfahrer haben das Hungertuch von Würzburg nach Trier getragen. Die letzte Etappe begann in Trier-Pfalzel (Video: Ernst Mettlach).
  • Silence
    Der Film "Silence" von Martin Scorsese zeigt eindrücklich die systematische Christenverfolgung in Japan im 17. Jahrhundert. Mehr zum Film gibt es in Kürze im "Paulinus".
  • Weitere Videos
    Weitere Videos des Paulinus finden sich auf www.youtube.com/PaulinusTrier




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